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Warum ein Business-Tagebuch dir in Veränderungen Struktur und Sicherheit geben kann



Die Pandemie hat in der Wissensarbeit die Digitalisierung und Mobilität des Arbeitsplatzes befeuert. Von jetzt auf gleich waren wir mit neuen Gegebenheiten konfrontiert. Change Management, Mitarbeitende auf dem Weg zum digitalen, mobilen Arbeiten mitnehmen und nicht überfordern? Häufig Fehlanzeige! Es bleibt uns nichts anderes übrig, als im Hauruckverfahren mit der Veränderung umzugehen.


Wenn sich Gegebenheiten ändern, stehen auch Strukturen und Sicherheiten Kopf. Es entsteht Chaos. Das ist ein typisches Zeichen dafür, dass wir uns in einer Veränderung befinden. Nun wird in der Regel unser inneres Resilienz-Programm aktiviert. Wir versuchen mit den neuen Gegebenheiten zurechtzukommen, was bedeutet, neue Strukturen und Sicherheiten zu gewinnen. Aber machen wir uns nichts vor, diese neuen Strukturen und Sicherheiten mit unseren Kollegen und Kolleginnen zu verhandeln, das dauert. Der chaotische Zustand wird je nach Resilienz-Kompetenz der Organisation, in der wir arbeiten, noch eine Weile der Normalzustand sein.


Die gute Nachricht ist, dass wir dennoch etwas tun können, um besser durch das Chaos zu navigieren. Wie sagt man so schön:

Die hilfreichste Hand hängt am eigenen Arm.

Jetzt im Homeoffice oder überhaupt in Zeiten der Veränderung verlieren wir manchmal den Blick für das, was wir an einem Tag geschafft haben, aber auch dafür was wir überhaupt schaffen können und wo unsere persönlichen Grenzen liegen. Die offenen Aufgaben scheinen kein Ende zu nehmen. Arbeit wirkt völlig entgrenzt.

Wir schieben die Arbeit den Berg hinauf. Wir hoffen, dass uns auf dem Berggipfel in warmer Zufriedenheit das Geschafft-Gefühl einholt, dass wir den Erfolg harter Arbeit genießen können. In Wirklichkeit fühlen wir uns wie Sisyphos. Wir empfinden unsere Arbeit als hart und nie enden wollend. Das Hamsterrad dreht sich immer schneller. Wie helfen wir uns selbst aus dieser Situation, diesem Gefühl?


Wir brauchen Übungen, die sich ohne Mühe und lange Vorbereitung in unseren Alltag integrieren lassen. Eine besonders gute Erfahrungen habe ich selbst mit dem Business-Tagebuch gemacht:

  1. Mach dir klar, was du gestern alles geschafft hast, auch die kleinen Aufgaben des Tages! Schreib sie alle auf! So kannst du dankbar und mit einem Growth-Mindset in den Tag starten.

  2. Notiere dir maximal drei Themen oder Aufgaben, die dir (nicht anderen!) heute besonders wichtig sind! So brauchst du dich nicht in den Erwartungen anderer verlieren und kannst deinen eigenen roten Faden behalten.

  3. Deine Pausen sind heilig. Wir fördern unsere Produktivität, wenn wir Pausen machen. Arbeit geht uns dann meist leichter und konzentrierter von der Hand. Notiere jede Pause und Begrenzung deiner Arbeitszeit als Erfolg und mach sie dir zur Aufgabe!

Du stärkst in deinem Leben das, worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst.

Diese kleinen, leicht zu integrierenden Aufgaben lösen nicht alle unsere Probleme und beheben erst recht nicht fehlende Strukturen und Sicherheiten in unserem Arbeitsumfeld. Sie können uns dabei unterstützen, unsere eigene Resilienz-Fähigkeit zu aktivieren, wenn wir unsere Zuversicht stärken und unser Verantwortungsgefühl für uns selbst reaktivieren. Routinen geben Stabilität und Sicherheit. Wenn wir jeden Tag, unser Business-Tagebuch schreiben, schaffen wir uns eine solche Routine. Indem wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere Erfolge lenken und uns für den Tag nicht zu viel vornehmen, können wir uns ebenfalls selbst mehr Sicherheit geben. Wenn wir es jetzt schaffen, auch nur eine Pause, egal wie kurz, bewusst wahrzunehmen, können wir einen weiteren Sicherheitsanker für uns selbst schaffen.


Hast du auch noch tolle Übungen oder Fragen, hinterlasse gerne ein Kommentar.

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